Herpes - Fieberblasen

Herpes-simplex-Viren

Herpesviren wandern bei der Erstinfektion die Nervenfaser entlang und nisten sich am Ursprung der Nervenzelle ein. Dort verbleiben Sie so lange in einem Ruhestadium, bis sie bedingt durch ein geschwächtes Immunsystem, intensive UV-Strahlung, hormonelle Ursachen (Schwangerschaft, Menstruation), Stress, Hautverletzungen etc. „geweckt“ werden. Die Viren wandern dann den Nerv entlang in den betreffenden Hautbereich zurück (Lippe, Auge, Genitalbereich etc.). Nach dem Abheilen zieht sich das Virus wieder in die Nervenwurzel zurück – es bleibt dort lebenslang „verborgen“ und kann jederzeit wieder ausbrechen. 

Charakteristisch sind Schmerz verursachende kleine, nässende Bläschen auf geröteter Haut oder Schleimhaut. Beim Herpes labialis treten diese insbesondere oberhalb der Gürtellinie auf: Lippen, Mundschleimhaut, Wangen, Naseneingang, Ohrläppchen, Augen, Nagelbett etc. Herpes genitalis hingegen findet sich v. a. unterhalb der Gürtellinie: Scheide, Muttermund, Gebärmutterhals, Harnröhre, Penis, Eichel, Vorhaut, Gesäß, Darmschleimhaut etc.

Da Fieberblasen sehr häufig vorkommen wollen wir uns nun auf diese konzentrieren!

Fieberblasen (Herpes simplex labialis)

Fieberblasen werden durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt (z. B. Küssen, Berühren der infizierten Stelle etc.) übertragen. Die Erstinfektion erfolgt zumeist im Kindesalter. Etwa 9 von 10 Menschen sind mit diesem Herpestyp infiziert. Die Bläschen heilen bei sachgemäßer Behandlung nach etwa 7-10 Tagen wieder ab.

Herpes simplex labialis hat an und für sich keinen schweren Krankheitsverlauf. Bei bestimmten Risikogruppen (Personen, die an Neurodermitis, einer Immunschwäche wie z. B. HIV oder einer Krebserkrankung leiden, Säuglinge und Schwangere) sind jedoch Komplikationen möglich. Hornhautgeschwüre und Vernarbungen, welche die Sehfähigkeit beeinträchtigen oder gar zur Erblindung führen können, entstehen, wenn das Virus ins Auge gelangt.

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(Quelle: Kwizda Pharmahandel)